Die 10 goldenen Regeln der Koihaltung

Um optimale Lebensbedingungen und damit die Grundlage für das Wohlbefinden und die Gesundheit unserer Teichbewohner zu schaffen, sollten folgende Regeln der Koihaltung beachtet werden:

 

1.  Ausreichende Belüftung (Teich + Filter)

Ein ausreichender Sauerstoffgehalt des Wassers von 6-8 mg/ l ist absolut essentiell für die Atmung, den Stoffwechsel und damit die Gesundheit des Koi. Dazu gehört auch die Belüftung der (Bio-) Filteranlage, damit die Umwandlung (Nitrifiktion) giftiger Fischausscheidungen in ungiftige Substanzen durch aerobe Bakterien ungehindert erfolgen kann.

 

Messungen sollten frühmorgens gegen Sonnenaufgang erfolgen, weil Algen und Pflanzen in der Nacht keine Sauerstoffproduzenten, sondern -verbraucher sind. Deshalb erreichen Teiche ihre tiefsten Sauerstoffkonzentrationen gegen Sonnenaufgang.

 

Eine Sauerstoffübersättigung ist zwar ebenfalls zu vermeiden, findet aber in der Praxis fast nur bei Überdüngung des Teiches oder dem Einsatz von technischem Sauerstoff statt. Oberhalb on 25°C kann Wasser auch bei 100%iger Sauerstoffsättigung keine 8 mg Sauerstoff mehr aufnehmen, daher ist die Fütterung ab diesem Wert bereits zu reduzieren (zusätzliche Sauerstoffzehrung).

 

Die Teichbelüfter sollten ausreichend dimensioniert sein, um auch in der Wassertiefe der Ausströmer pro Stunde noch eine Luftmenge von ca. einem Viertel des Teichvolumens zu fördern. Grundsätzlich gilt dabei, dass die Lösung des Sauerstoffs im Wasser desto größer ist, je tiefer die Ausströmer platziert werden. Andererseits besteht in zu großen Tiefen auch die Gefahr einer Gasübersättigung (auch durch Stickstoff), so dass die optimale Tiefe für die Ausströmer in 1,00 bis 1,50 Metern Wassertiefe liegt.

 

Neben dem Eintrag von Sauerstoff hat die Teichbelüftung auch noch den positiven Effekt des Austrags von Schadgasen, insbesondere Ammoniak und CO2.

 

2.  Ausreichendes Filtervolumen

Jeder Koiteich benötigt einen ausreichend großen mechanischen und biologischen Filter, um die anfallenden Ausscheidungen der Koi wieder aus dem Wasser zu entfernen.

 

Beim Einsatz eines Bürstenfilters sollte man je 10 m³ Teichvolumen bei vollem Besatz (sieh Regel Nr. 8) von ca. 1 m³ Filtervolumen mit ca. 50 Filterbürsten à 80 cm Länge ausgehen. Bei der Verwendung von Trommelfiltern werden die empfohlenen Teichgrößen im allgemeinen durch die Hersteller angegeben.

 

Die Größe des Biofilters hängt stark von der Art des mechanischen Filters ab. Während nach einem Bürstenfilter noch ca. weitere 10% des Teichvolumens als Biofilter benötigt werden, kann ein hinter einem Trommelfilter gebauter Biofilter auf ca. 5% des Teichvolumens reduziert werden. Dies liegt daran, dass bei einem Bürstenfilter der Schmutz bis zur Filterreinigung im Wasser verbleibt und daher Ausscheidungsstoffe weiter herausgelöst werden. Daher bekommt man bei Bürstenfiltern auch eher einen Farbstich im Wasser als bei Trommelfiltern. Für den Bürstenfilter sprechen dagegen der Anschaffungspreis, die niedrigeren Unterhaltungskosten und die geringere Störanfälligkeit.

 

Von eher untergeordneter Bedeutung ist dagegen die spezifische Oberfläche des Filtermediums. Eine große Oberfläche je Volumeneinheit wird nahezu vollständig durch die schlechtere Anströmung der Filterfläche zunichte gemacht, so dass fast alle geläufigen Filtermedien eingesetzt werden können.

  

Überdüngter Koiteich
Koiteich mit Algenblüte

3.  Sinnvoller Filteraufbau

Der Filter für den Koiteich sollte zuerst die festen Schmutzpartikel mechanisch entfernen und danach die im Wasser gelösten Stoffwechselprodukte der Koi biologisch abbauen (Nitrifikation).

 

Zu empfehlen ist die folgende Reihenfolge der Filterstufen:

   a) entweder Absetzkammer + Bürstenkammer oder Trommelfilter

   b) Biokammer

   c) Pumpenkammer mit UVC-Klärer und Heizung

 

Die Wasserzuführung sollte per Schwerkraft über Bodenabläufe und Skimmer erfolgen. Als Kompromisslösung kann für bestehende Teiche ohne eingebauten Bodenablauf die Pumpe an der tiefsten Teichstelle, ggf. mit umgekehrtem Bodenablauf, platziert werden. Die Platzierung des UVC-Teichklärers wäre dann - wenn auch mit niedrigerem Wirkungsgrad durch die stärkere Verschmutzung - zwischen Pumpe und erster Filterkammer denkbar.

 

Da das bei der biologischen Reinigung als Endprodukt anfallende Nitrat sich im Wasser anreichert und ansonsten nur im Rahmen der regelmäßigen Wasserwechsel reduziert werden kann, bietet es sich an, einen Teil des Rücklaufs über eine Pflanzenkläranlage (die auch noch restliches Phosphat abbaut) zu leiten. Nitrat hat bei Konzentrationen oberhalb 50 mg/ l Teichwasser negative Auswirkungen auf die Farbenpracht der Koi.

 

Ebenso kann ein Teil des Rücklaufs über einen Wasserfall erfolgen der das Wasser auf natürliche Weise zusätzlich mit Sauerstoff anreichert. Der Wasserfall sollte in der hiesigen Klimazone allerdings nur im Sommer betrieben werden, da er andernfalls eine Auskühlung des Teichwassers bewirkt.

Durch die Rotation des Wassers setzt sich Grobschmutz am Boden ab.
Vortex-Absetzkammer

4.  Ausreichende Umwälzung

Die Umwälzung des Teichwassers durch den Filter ist von entscheidender Bedeutung für die Gewährleistung der Wasserqualität. Als Faustregel sollte der Teichinhalt mindestens 1x pro Stunde durch den Filter geführt werden. Je höher der Filterdurchsatz ist des grösser ist die Abbauleistung der Bakterien.

 

Das Volumen, das pro Stunde umgewälzt werden kann, wird begrenzt durch

   a) die Anzahl der Bodenabläufe/ Rohre

   b) die Durchmesser der Rohre (ein 100 mm-Rohr kann im Schwerkraftsystem ca. 10 m² pro Stunde befördern)

   c) die Durchlaufkapazität/ den Strömungswiderstand des Filters und

   d) die Leistung der Pumpe.

 

Daher sollte schon bei der Planung des Teichs auf die ausreichende Kapazität der Abläufe und Rohre geachtet werden. Zu große Rohrdurchmesser, welche die Durchlaufgeschwindigkeit des Wassers unter 1 m/ s sinken lassen (und die Verschmutzung der Rohre fördern), sind in der Praxis fast nie anzutreffen. Abhilfe schafft hier eine stärkere Pumpe.

 

Auch die Übergänge zwischen den einzelnen Filterkammern und die Rückläufe sind entsprechend ausreichend zu gestalten, weil sich hier sonst die Engstelle des Systems bilden kann.

 

Damit auch tatsächich das gesamte Teichwasser im Filter ankommt uns sich keine toten Zonen ohne Wasserbewegung ergeben, ist eine Kreisströmung des Wassers im Teich ideals. Komplexe Teichformen sind daher eher ungünstig, gegebenenfalls kann versucht werden, mehrere Kreisströmungen zu erzeugen. Neben der Anordnung der Rückläufe kann hier gegebenenfalls mit Strömungspumpen unterstützend eingegriffen werden.

 

verschiedene Koi in klarem Wasser
Gesunde und vitale Koi

5.  Regelmäßige Filterreinigung

Alle Filterkammern, die nicht elektronisch gesteuert einer fortlaufenden Reinigung unterzogen werden (Trommelfilter, Bandfilter), müssen regelmäßig einer mechanischen Reinigung unterzogen werden. Hierzu werden die zu reinigenden Kammern per Kugelhähnen oder Schiebern vom Durchlauf abgetrennt und manuell oder per Rückspülung gereinigt. Das Schmutzwasser wird über Schmutzabläufe in einen separaten Schmutzwasserschacht geführt und dort mittels einer Schmutzwasserpumpe in den Abwasserkanal oder als Dünger entsorgt.

 

Bei ausreichend dimensionierten mechanischen Filtern sind die Biokammern nahezu wartungsfrei, eine Reinigung ist hier also kaum notwendig und sollte in Hinblick auf den entstandenen Biofilm auch nicht ohne Anlass durchgeführt werden.

 

Die Wartungsintervalle der mechanischen Filter sind abhängig von der Reinigungskapazität der Filterart, der Jahreszeit und dem Besatz des Teiches. Ein Siebfilter sollte während der Saison täglich gereinigt werden, ein Bürstenfilter wöchentlich. Aus dem Wunsch, den Reinigungsaufwand des Siebfilters zu vereinfachen und zu automatisieren, wurde der erste Trommelfilter geboren.

 

Um die Reinigung grösserer Bürstenfilter zu vereinfachen, bietet es sich an, begehbare Stege aufzumontieren, von den aus sich der Schmutz mit Hilfe von längeren Stangen relativ einfach von den Bürsten lösen lässt. Die Reinigung sollte bei allen Filterarten immer so lange erfolgen, bis sich im Schmutzwasserschacht beim Durchspülen der Kammer keine Rückstände mehr ansammeln.

 

Teich mit Wasserpflanzen und Uferbepflanzung
Naturnahe Teichgestaltung

6.  Ausreichende Wasserwechsel

Durch die Stoffwechselprozesse der Fische, Bakterien und gegebenenfalls Pflanzen oder Algen werden sowohl Substanzen aus dem Wasser entnommen (vor allem Karbonate), als auch Ausscheidungen in das Wasser abgegeben. Während die hochgradig fischgiftigen Substanzen Ammonium und Nitrit durch die biologischen Filter zum eher harmlosen Nitrat umgewandelt werden, verbleibt dieses Nitrat mit andere Stoffen wie Phosphat im Teichwasser und führt zu einer Düngung der Algen. Außerdem schadet Nitrat ab einer bestimmten Konzentration der Farbbrillianz unserer Koi.

 

Der Karbonatverbrauch der biologischen Prozesse führt zu einer Abnahme der Karbonathärte, die eine Puffer gegen Säurebildung im Teichwasser darstellt. Im Extremfall wird der gesamte Karbonatvorrat verbraucht und der Teich erleidet in kürzester Zeit einen Säuresturz. Die durch die Nitrifikation entstandene salpetrige Säure kann dabei nicht mehr durch freie (Hydrogen-)Karbonat-Ionen neutralisiert werden, so dass das Wasser in den sauren Bereich übergeht. Der pH-Wert sinkt fast schlagartig, daher der Begriff "Säuresturz".

 

Der Wasserwechsel dient also primär der Entsorgung von Nitrat, Phosphat und weiteren Wasserbelastungen, als auch der Zuführung von Karbonathärte. Letzteres erklärt auch, warum weiches Regen- oder Brunnenwasser für den Wasserwechsel eher ungeeignet ist und im allgemeinen der Einsatz von Leitungswasser zu empfehlen ist.

 

Um auch hier eine Faustregel zu nennen: während der Teichsaison, also der Hauptfütterungsphase der Koi (je nach Region in Mitteleuropa ca April bis Oktober), sollten pro Woche ca. 30% des Teichvolumens ausgetauscht werden. In der restlichen Zeit, also ungefähr von November bis März, reichen ca. 10% des Teichvolumens als Umfang des wöchentlichen Wasserwechsels aus.

  

Koiteich mit Granitblöcken
Koiteich mit Felsumrandung

7.  Möglichst konstante Temperatur

 

Fische halten ihre Körpertemperatur nicht durch den eigenen Stoffwechsel auf einem konstanten Niveau, sondern passen sich als wechselwarme Tiere der Temperatur des sie umgebenden Wassers an. Da der Stoffwechsel aber temperaturabhängig ist, müssen alle Fische ihren Stoffwechsel aktiv an die jeweilige Wassertemperatur anpassen. Dies ist eine körperliche Leistung, die mit einem hohen Verbrauch an Energiereserven einhergeht und damit für die Tiere möglichst zu vermeidenden Streß darstellt. Denn Stress darstellt. Denn Stress erhöht durch die ständig erhöhte Cortisolausschüttung die Krankheitsanfälligkeit der Fische.

 

Das Ziel des Koihalters sollte es daher sein, Temperaturschwankungen so weit wie möglich zu vermeiden. Natürlich gibt es sowohl im Jahresverlauf, als auch im Tagesrhythmus Temperaturschwankungen. Unser Anliegen sollte es nur sein, die kurzfristigen Schwankungen möglichst gering ausfallen zu lassen.

 

Da die Temperaturschwankungen des Erdreichs in einer gewissen Tiefe deutlich geringer als an der Erdoberfläche ausfallen, empfiehlt sich eine entsprechende Teichtiefe. Bewährt haben sich Tiefen von ca. 1,80 bis 2,00 Meter, mit einer kleinen Stufe in ca. 1,00 Meter Tiefe. Während der Teichboden also unisoliert sein sollte kann eine Isolierung der Teichwände den Wärmeverlust im Winter reduzieren. Die Oberfläche kann im Winter mit einer geeigneten, möglichst lichtdurchlässigen Abdeckung versehen werden.

 

Zur Sicherung einer Temperaturuntergrenze und vor allem zur Reduzierung allzu starker Temperaturschwankungen empfiehlt sich der Einsatz einer Teichheizung. Teichheizungen gibt es als elektrisch betriebene Geräte und auch als Wärmetauscher, die an die Zentralheizungsanlage angeschlossen werden können.

 

8.  Maximale Besatzdichte beachten

Ein voll besetzter Koiteich sollte eine Besatzdichte von ungefähr einem mittelgroßen Koi (60-80 cm Körpergröße) je Kubikmeter Wasser nicht überschreiten, und auch dies nur bei optimal installierter Filtertechnik. Natürlich sind hier zum einen die Futtermengen und damit die Belastung des Wassers entscheidend. Bedeutend ist aber auch die von der Besatzdichte abhängige Keimdichte und damit das Risiko von Erkrankungen.

 

Bedenken sollte man auch immer, dass die Koi (wenn man nicht alles falsch macht) noch wachsen. Im Zweifelsfall ist es auf jeden Fall besser, sich im Rahmen der eigenen Erfahrung noch Reserven zu lassen, als sich durch einen zu hohen Besatz Schwierigkeiten in den Teich zu holen.

 

Der Koiteich sollte letztendlich ja auch der eigenen Erholung dienen und nicht den Arbeits- und Technikaufwand einer intensiven Aquakulturanlage imitieren.

 

Ein zu dicht besetzter Koiteich verursacht kritische Wasserqualität.
Überbesetzter Koiteich

9.  Optimale Futtermenge und Fütterhäufigkeit

Die optimale tägliche Futtermenge ist von vielen verschiedenen Faktoren abhängig. Die Hauptfaktoren sind der Umfang und das Alter des Besatzes, sowie die Wassertemperatur.

 

Zunächst wird ein bestimmter Prozentsatz des Körpergewichts als tägliche Futtermenge für den Aufrechterhalt aller Körperfunktionen benötigt. Darüber hinaus benötigen die Koi Energie und Baustoffe für das Wachstum. Das Wachstum bei jungen Fischen ist prozentual deutlich größer als bei älteren Fischen. Ab einem Alter von ca. 3 Jahren kommt noch ein nennenswerter Futterbedarf für die Produktion der Keimzellen hinzu.

 

Da alle Stoffwechselvorgänge bei wechselwarmen Tieren von der Umgebungstemperatur abhängen, ist der Futterbedarf bei niedrigen Wassertemperaturen deutlich geringer als bei höheren Wassertemperaturen.

 

Zu den weiteren Einflussfaktoren gehören die Art des Koi und die Zusammensetzung des Futters. Die schnell wachsenden Erscheinungsformen, wie z.B. der Karashigoi oder auch Chagoi und Ochiba Shigure benötigen für optimales Wachstum größere Futtermengen als die langsamer wachsenden Sorten. Je höherwertig das Futter ist, desto geringer ist die benötigte Menge.  Hierbei ist insbesondere das Aminosäurenprofil entscheidend, tierische Proteinquellen sind pflanzlichen Quellen in Ihrer Wertigkeit klar überlegen.

 

Abhängig von diesen verschiedenen Einflussfaktoren wird die tägliche Futtermenge je nach Jahreszeit bei ca. 0,25

 bis 2,5 Prozent des Körpergewichts liegen, dies in einem Temperaturbereich von 6°C bis 28°C. Noch größere Futtermengen können in der Aufzucht von Tieren unter 10 cm Größe sinnvoll sein oder deuten auf einen hohen Gehalt an Futterfüllstoffen hin.

 

Wegen der beschriebenen Wechselwirkungen zwischen den verschiedenen Einflussfaktoren soll auch hier eine einfache Faustregel weiterhelfen: Eine Futtermenge, die von den Koi innerhalb von 5 bis 10 Minuten aufgenommen wird, sollte nahe am Optimum liegen.

 

Die tägliche Futtermenge sollteauf mindestens 2 Fütterungen aufgeteilt werden, weil sonst zu viel Futter schlecht bis gar nicht verdaut wieder ausgeschieden wird und der Verdauungsstoffwechsel der Tiere unnötig stark belastet wird. Bei ansonsten gleicher Gesamtfuttermenge ist die Verteilung auf bis zu 8 Mahlzeiten am Tag optimal für eine gute Futterverwertung, auch wenn dies für die Mehrzahl der Koihalter wohl nur durch den Einsatz von Futterautomaten machbar sein wird.

 

Koiteich mit Pagode, Brücke und japanischen Statuen
Japanischer Koiteich

10.  Sorgen Sie für Ihre Koi

Man sollte sich jeden Tag ein paar Minuten Zeit nehmen, die Tiere zu beobachten, idealerweise zur Fütterungszeit. Achten Sie darauf, ob es auffälliges Verhalten bei einzelnen oder allen Tieren gibt. Absonderung, Abliegen, Scheuern, Apathie oder Schreckhaftigkeit sind alles Anzeichen, die auf Probleme am oder im Teich hindeuten können. Achten Sie auch darauf, ob es Veränderungen im Aussehen der Koi gibt.

 

Sollten Sie etwas Ungewöhnliches feststellen, versuchen Sie, die Ursache dafür herauszufinden. Schritt 1 wäre es immer, die technischen Einrichtungen am Teich auf ihre Funktion zu überprüfen. Endet die Fehlersuche ergebnislos, wäre Schritt 2 eine umfassende Analyse aller relevanten Wasserwerte. Auch das können Sie mit Hilfe der handelsüblichen Testkits selbst bewerkstelligen. Fallen ein oder mehrere Parameter der Wasseranalyse kritisch aus, haben Sie einen Hinweis, in welchem Bereich der Technik es zu einem Engpass gekommen ist. Als weitere Möglichkeit für Verhaltensauffälligkeiten kommen dann noch jagende Wild- und Haustiere infrage, die sich leider nur mit Zäunen oder Abwehrmaßnahmen vom Teich fern halten lassen.

 

Sollte es trotz optimaler Wasserqualität oder durch Ausfälle der Technik zu Erkrankungen der Tiere kommen, muss schnellstmöglich eine präzise Diagnose der Krankheit gestellt werden und - oft mit Hilfe eine Antibiogramms - die geeignete Behandlung bestimmt werden. Bitte verfahren Sie hier nicht anders, als Sie es mit einem Hund oder Pferd tun würden - beauftragen Sie einen mit der Materie erfahrenen Tierarzt. Jedes Verschleppen einer Koikrankheit kann zu einer rasanten Vervielfachung der Probleme führen.

 

Wenn Sie diese Grundregeln beachten, sollte der ungetrübten Freude am Koihobby nichts mehr entgegen stehen. Wir wünschen Ihnen viel Freude mit Ihren Koi und Ihrem Teich.

Koi 12-15 cm in verschiedenen Arten
Koihaltung in der Hälterung